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Südafrika – Wo Kontraste eine Kunstform darstellen

Rebecca Wiederstein 25.08.2017 0 Kommentare
 

Von der freien Natur direkt in eine pulsierende Metropole? Erst ein von den Landbewohnern selbst gebrautes Hirse-Bier trinken und danach einen herrlichen Wein auf einem supermodernen Weingut? Bunter als Südafrika kann wohl kein anderes Land sein. Und auch kein anderer Urlaub.

Ich kann mich gut an Dominik erinnern. Ein alter Freund von mir, der sich eines Tages in seinen Range Rover Defender gesetzt hat, um die Welt zu erkunden. Er hat sich dann immer wieder gemeldet. Mal war er hier, mal dort. Und eines Tages bekam ich eine echte, analoge Postkarte. Aus Südafrika. „Ich hab geheiratet und hab wieder Wurzeln geschlagen! Wenn du mich suchst: Du findest mich nun fix in Kapstadt“, stand da zu lesen. Was ich damit sagen will: Selbst für Menschen, denen es nach kurzes Zeit an ein und dem selben Ort langweilig wird, ist Südafrika ein Platz, um sesshaft zu werden.

Und das hat einen wahrlich guten Grund: Dieses Land hat so viele Kontraste zu bieten, dass ständige Spannung garantiert ist. Dieses Land ist so vielseitig und vielschichtig, dass man es niemals wirklich begreifen oder verstehen wird können. Diese Erfahrung hab ich auch selbst auf den vielen Südafrika-Reisen gemacht, die ich bisher unternehmen durfte. Stets wurde ich überrascht – und gleichzeitig auch überwältigt. Wo soll ich bloß anfangen zu erzählen? Am besten wohl bei den Menschen, die in der so genannten Regenbogennation zuhause sind. Diese Bezeichnung selbst spricht schon für sich und entspringt der bunten Mischung unterschiedlichster Kulturen und Völker.

_Delaire_Graff_Images_2_ © reisethek.at
Nashorn © reisethek.at
Llandudno © reisethek.at
Kapstadt © reisethek.at
Camps_Bay © reisethek.at
_Delaire_Graff_Images_2_ © reisethek.at
Nashorn © reisethek.at
Llandudno © reisethek.at
Kapstadt © reisethek.at
Camps_Bay © reisethek.at


Das bedeutet, dass die südafrikanische Kultur per se schwer zu greifen ist: Je nachdem in welcher Region man sich befindet, dominieren das Afrikanische, oder der indische, holländische, englische oder französische Einfluss. Dennoch ist es nun offenbar gelungen, diese Vielfalt in einem Museum zu vereinen und wirklich gekonnt dazustellen: Das „MOCCA Zeitz Kunstmuseums“ in einem spektakulären alten Getreidesilo in Kapstadt wird dieser Tage eröffnet. Ich durfte schon einmal einen Blick in die bereits fertigen Bereiche werfen und kann bezeugen: Hier entsteht wohl wirklich das weltweit größte Museum zeitgenössischer afrikanischer Gegenwartskunst. Aber kommen wir wieder zu den Menschen selbst: Trotz der vielen Kontraste, gibt es meiner Meinung nach sehr wohl einen gemeinsamen Nenner in dieser bunten Gesellschaft. Das Kosmopolitische wohnt jedem inne. Und so werde ich als Reisender am Land genau so mit offenen Armen und einem selbst gebrauten Hirsebier empfangen, wie in Kapstadt oder Johannesburg mit einem freudigen Lächeln und einem Glas herrlichen Weins. Was mich persönlich immer sprachlos zurücklässt, ist eben diese Lebensfreude, die mir in Südafrika überall begegnet. Ich fühle mich stets willkommen.

Und dennoch bin ich jedes Mal auch froh, wenn ich die Zivilisation, egal ob kleine Dörfer oder große Städte, hinter mir lasse und in die unendlichen Weiten der südafrikanischen Natur eintauchen darf. Schließlich ist Südafrikas Pflanzenwelt eine der artenreichsten weltweit. Aber natürlich sind es auch die Wildtiere, die mich in diesem Land in ihren Bann ziehen: Neben den Big Five (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe, Leopard) gibt es hier Wale, Haie, Pinguine, Erdmännchen, Wildhunde und eine bunte Vogelwelt zu sehen. Und wer diese atemberaubende Flora und Fauna besonders intensiv erleben möchte, der sollte sich mit dem Auto auf Pirschfahrt oder auf einer der vielen geführten Buschwanderungen begeben. Die Bilder einer solchen Expedition werden ewig im inneren Fotoalbum der Seele leuchten.
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